Prof. Dr. Harald Karutz
Prof. Dr. Harald Karutz
Gastdozent

Mein Berufsleben ist geprägt davon, dass ich stets an einer Schnittstelle arbeite: Zwischen der Pädagogik und der (Notfall-) Psychologie einerseits – und dem Rettungswesen bzw. der Notfallversorgung andererseits. Auf diese Weise verbinde ich Fachgebiete, für die ich mich schon seit meiner Jugend interessiere: Ich bringe mich als Pädagoge in das Rettungswesen, aber auch als Experte für Fragen der Notfallversorgung in erziehungswissenschaftliche und (notfall-) psychologische Diskurse ein.

Fast zwanzig Jahre lang habe ich das Notfallpädagogische Institut in Essen geleitet, eine staatlich anerkannte Berufsfachschule für den Rettungsdienst. Dort war es mir wichtig, angehenden Einsatzkräften nicht nur Wissen sowie „technische“ Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, sondern – bezogen auf den Umgang mit Notfällen – tatsächlich zu bilden, d. h. neben der beruflichen Handlungskompetenz auch eine verantwortungsbewusste, reflektierte und gut begründete Haltung zu entwickeln. 

Promoviert habe ich 2003 bei Prof. Dr. Bernd Gasch an der Universität Dortmund – mit einer Studie zur Psychischen Ersten Hilfe für Kinder, die Zuschauer oder Augenzeuge eines Unglücks geworden waren. Die Doktorandenzeit hat mich sehr geprägt – und mir den Weg in ein Handlungsfeld gewiesen, in dem bis heute einer meiner Forschungs- und Tätigkeitsschwerpunkte liegt.

Eine weitere wichtige berufliche Station war für mich das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn: Dort bin ich von 2009 bis 2010 als Mitarbeiter von Dr. Jutta Helmerichs im Referat „Psychosoziales Krisenmanagement“ tätig gewesen.

Seit 2010 bin ich Professor an der MSH Medical School in Hamburg: Bis Juni 2021 war ich dort Fachhochschul-Professor für Notfall- und Rettungsmanagement an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften; im August 2021 bin ich als Professor für Psychosoziales Krisenmanagement an die universitäre Fakultät für Humanwissenschaften gewechselt.

Außerdem engagiere ich mich u. a. als Lehrbeauftragter der Universität Bonn sowie als Dozent in der Weiterbildung von Notfallpsychologinnen und Notfallpsychologen an der Deutschen Psychologen Akademie in Berlin.

Meine Arbeitsschwerpunkte sind seit vielen Jahren das Psychosoziale Krisenmanagement, die Psychosoziale Notfallversorgung (speziell von Kindern und Jugendlichen) sowie die berufliche Bildung von Einsatzkräften; privat lebe ich mit meiner Familie in Mülheim an der Ruhr.

Im Rahmen der Coronavirus-Pandemie bin ich parallel zu meiner Hochschultätigkeit seit März 2020 auch Mitglied des städtischen Krisenstabs in meinem Wohnort und koordiniere dort das psychosoziale Krisenmanagement

 

 

Gremienarbeit und Mitgliedschaften:

In mehreren Fachgesellschaften, Organisationen und Vereinen bin ich aktiv, von denen nachfolgend nur eine Auswahl aufgeführt ist.

  • Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft im Rettungsdienst (GzFWR)
  • Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)
  • Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
  • Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM
  • Deutscher Berufsverband Rettungsdienst (DBRD)
  • Deutscher Fachjournalistenverband (DFJV)
  • Gesellschaft für Sicherheitswissenschaft (GfS)
  • Bundesvereinigung „Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen“ (SbE) e. V.
  • European Society for Traumatic Stress Studies (ESTSS)
  • Gesellschaft für Bildung und Wissen e. V.
  • Wissenschaftlicher Beirat der Zeitschrift für Gesundheitspädagogik (hpsmedia-Verlag)
  • Wissenschaftlicher Beirat des Deutschen Fachverbandes für die Psychosoziale Notfallversorgung (DF-PSNV)
  • Wissenschaftlicher Beirat des Vereins „Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland“ (VEID) e. V. 
  • Malteser-Hilfsdienst (Ortsverband Mülheim an der Ruhr